| Kapitalismus ist überflüssig!
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Disko
Es gibt keine Überflüssigen
Oder: "Armee der Arbeitslosen": Sozialabbau als Rekrutierungshilfe der Bundeswehr Immer mehr Menschen sehen sich aufgrund fehlender Berufschancen gezwungen, sich bei der Bundeswehr zu verpflichten und damit an riskanten Auslandseinsätzen teilzunehmen. Damit ist auch in diesem Bereich unserer Gesellschaft eine Abwälzung der Risiken auf sozial Schwache und Marginalisierte zugunsten derjenigen zu beobachten, die sich aufgrund ihrer Herkunft ohnehin schon weniger Risiken ausgesetzt sehen. (...) Mehr dazu im ausführlichen, quellenbasierten Aufsatz bei der Informationsstelle Militarisierung (IMI).
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analyse&kritik über revolutionäre Kunst und die Überflüssigen
In "ak - zeitung für linke debatte und praxis " (Nr. 508 v. 18.8.2006) erschien folgender Artikel:
Kunst - Kritik - Politik Über die Grenzen und Möglichkeiten anti-kapitalistischer Kunst In vielen Städten hat die radikale Linke in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich künstlerische Praxen in ihre politischen Aktionen aufgenommen. Kampagnen wie Berlin Umsonst, Hamburg Umsonst, Yomango und Die Überflüssigen haben weit über die linke Szene hinaus Aufmerksamkeit erregt. Einzelne Aktionen, wie etwa die der "Superhelden", die im Kontext des 1. Mai 2006 stattfand (vgl. ak 507), sind gar weltweit auf reges Interesse gestoßen. Was die inhaltliche Ebene dieser Kampagnen angeht, so lassen sie sich klar dem linksradikalen Spektrum zuordnen: Die Forderung nach einem "Schönen Leben für alle" kann als zeitgenössische Kodierung des kommunistischen "Jedem nach seinen Bedürfnissen" gelten. (...)
Den kompletten Artikel downloaden als pdf.
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Über die Überflüssigen:
Die Überflüssigen setzen sich, wie viele kämpfende AktivistInnen weltweit, weiße Masken auf. Sie greifen die Barbarei des Kapitalismus an, in der Menschen nicht als Menschen, sondern als gesichtsloser auszubeutender Rohstoff vorkommen und ihre Vielfalt für rassistische und sexistische Unterdrückung instrumentalisiert wird. Ihr Respekt und ihre Verbundenheit gelten den Sans Papiers, Piqueteros, streikenden Frauen in Weltmarktfabriken, Landlosen, Prekarisierten, Unsichtbaren.
Die Überflüssigen lassen sich nicht mehr abspeisen mit dem abgeschmackten Versprechen künftiger Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum. Sie sind zuversichtlich, sich diesen Reichtum bald gänzlich anzueignen, denn mit jedem Prozentpunkt Wirtschaftswachstum werden sie mehr.
Die Überflüssigen sind solidarisch mit denen, die dorthin gehen, wohin Not und Hoffnung sie treiben, und die sich immer wieder einen Lebensunterhalt aus dem Nichts erfinden müssen.
Die Überflüssigen sind überall und grenzenlos wie die kapitalistische Ausbeutung selbst.
Die Überflüssigen stehen für den Teil der Menschen auf der Erde, deren Alltag seit jeher aus Erwerbslosigkeit, Armut, Hunger und Krieg besteht.
Die Überflüssigen sind Menschen in den Industriestaaten, die vom gesellschaftlichen Reichtum ausgeschlossen werden. Sie sind das Ziel des Klassenkampfes von oben und der aktuellen Armutskampagne in Deutschland, sie sind Erwerbslose, deren Rechte weiter beschnitten werden, sie sind Flüchtlinge, die ins Asylbewerberleistungsgesetz fallen, sie sind allein erziehende Frauen, die in Niedrigstlohnjobs gedrängt werden, sie sind die Alten, die ihre Winterschuhe beim Sozialamt erbetteln müssen, sie sind die Kranken, denen 10 Euro Praxisgebühr fehlen.
Die Überflüssigen sehen die Ursache ihrer Situation in einem profitfanatischen System, das nicht unangenehme Arbeiten überflüssig macht, sondern Menschen. Sie bieten dem Zwang, sich immer umfassender zurichten zu müssen, um leben zu dürfen, gemeinsam Paroli.
Die Überflüssigen lassen sich nicht länger auf Abfallprodukte des Kapitalismus reduzieren.
Die Überflüssigen haben die Schnauze voll davon, sich immer wieder in Verteilungskämpfen gegenseitig fertig zumachen.
Die Überflüssigen brechen aus der 2-Raum-Couchtisch-Haltung aus und machen selbst Programm.
Die Überflüssigen stupsen sich aufmunternd an, während sie auf die Trutzburgen der Kapitalfundamentalisten zustürmen – denn sie haben eine ganze Welt zu gewinnen.
Kapitalismus ist überflüssig - Alles für Alle!
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