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Angeklagt: Die Überflüssigen!

Am Mittwoch, 12. Juli, um 11:30 Uhr stehen die Überflüssigen wieder mal vor Gericht. Der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Berlin, Hans Nisblé, ein abgehalfterter SPD-Mann, hatte Anzeige gegen die Überflüssigen erstattet. Während er nämlich mit seinem Verband von 1-Euro-Jobbern profitieren will, waren Überflüssige anderer Meinung: Sie protestierten vor der Einführung von Hartz IV im Oktober 2004 gegen die schändliche Form des Arbeitszwangs, gegen Lohn-Dumping und Verdrängung von qualifizierten Fachkräften aus dem Sozial- und Pflegebereich. Ihre Forderung gegen die Beteiligung der AWO an dieser Form der Ausbeutung fand auch im Betriebsrat Unterstützung.
Der Sozialdemokrat Nisblé, Chef der AWO Berlin, ließ das Gebäude durch die Polizei säubern. Mit sozialdemokratischem Besen wurden die Überflüssigen wieder auf die Strasse gekehrt.
Jetzt sollen sie mit eifriger Unterstützung des politisch motivierten Landeskriminalamtes Berlin wieder kriminalisiert werden: Hausfriedensbruch!

Alle Überflüssigen sind angeklagt! Gerade nach den aktuellen Forderungen des Bundesvorsitzenden der AWO nach Kürzungen bei Hartz IV ist es notwendig, diesen Armutsprofiteuren Paroli zu bieten. Kommt zum Prozeß! Auch Strafantragsteller Nisblé ist da und soll die Meinung von Überflüssigen hören!

erster Termin (21. Juni): ausgefallen wegen Krankheit bei Nisblé (siehe Kommentare)!!

Neuer Termin:
Mittwoch 12. Juli 2006, 11:30 Uhr, Raum 5007 (größerer Raum wird noch
beantragt), Kirchstr. 6, Berlin-Moabit


Zum Verhandlungsbericht bei indymedia.

------------------------ Unterstützungskonto ---------------
Rote Hilfe Berlin
Kontonummer 7189 590 600
Bankleitzahl 100 200 00
Verwendungszweck "AWO ist überflüssig"
18.6.06 16:02
 


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Boutter (19.6.06 11:58)
zugern würde ich dabei sein, allerdings ist mir das aus finanz. Gründen (ALG2-Empfänger und Hin-u. Rückfahrt 1600 km) nicht möglich; eine kl. Spende wird auf den Weg gebracht


ICKE (20.6.06 00:49)
Na denn:

Leider werde ich nicht da sein, da ich dann doch noch nen Job besitze.

Trotzdem: linkische Grüße aus Celle.


PS: Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand Pflicht


Hans Dampf (20.6.06 22:13)
Der Prozess wurde verschoben auf unbestimmte Zeit. Hans Nisblé – Chef der Berliner Arbeiterwohlfahrt (AWO) – hat sich krank gemeldet. Angst vor den Überflüssigen? Deshalb können wir ausschlafen und uns den Weg zum Gericht sparen.

Aber eins steht fest: Nisblé wird sein Fett wegkriegen - wenn der Prozess neu angesetzt wird.


hintergründe / Website (21.6.06 13:35)
mehr infos: http://de.indymedia.org/2006/06/150561.shtml


Bericht vom Prozessausgang 12. / Website (13.7.06 08:43)
Hier ein Links zum Bericht über den Prozess, der eine Urkundenfälschung des LKA, die zur Repression gegen die Überflüssigen vorgenommen wurde, aufdeckte:

http://de.indymedia.org/2006/07/152020.shtml


Hendrik (21.7.06 01:49)
Die Zeit ist gekommen, das Proletariat wehrt sich.
Seid bereit, allzeit bereit!!

Genosse Hendrik


Lenins Enkel (22.7.06 14:23)
Also Jungs, was sollen diese linken Kindereien. Keinem und Niemandem wird gedient und alle Welt lacht schon wegen dieser Spiele. Vielleicht sollte man einfach weinen ob dieser Handlungen.

Wer allerdings durchs Leben geht ohne Ziele für sich selbst und dazu noch Gefahr für die Gesellschaft darstellt, sich selbst bemitleidet wegen Hartz IV, was neben den zusätzlichen Leistungen eine ganz erklägliche Alimentation ist, dazu noch 1 Euro dazu verdienen kann, Miete bezahlt, meist Erstausrüstung geliefert, der sollte sich bemühen, seine Alimente für die persönliche Entwicklung zu verwenden.

Eigentlich hatte mein Grossvater Wladimir Iljitsch eine solche Form der Alimentierung als Beginn des Kommunismus im Sinn gehabt. Wie im alten Rom den Proletarii werden "Brot und Spiele" gereicht.

Leider verfolgt man allerdings den Weg der "linken Kinderei" -- oder ähnlich. Auch der Grosse Marsch des Genossen Mao war stecken geblieben.

Lenins Enkel

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